Johann Keller wird zum Sonderberater des Europäischen Finanzdienstleistungsausschusses ernannt, um die Überarbeitung des Regulierungsrahmens für private grenzüberschreitende Investitionen zu leiten

Kürzlich gab das Europäische Finanzdienstleistungskomitee eine wichtige Ernennung bekannt: Johann Keller, Geschäftsführer des Private-Equity-Riesen Silver Lake, wird als Sonderberater die Überarbeitung des „Pan-European Private Equity Cross-border Investment Regulatory Framework“ leiten. Diese Ernennung wird als ein wichtiger Schritt der EU zur Förderung der Kapitalmarktintegration und zur Verbesserung der finanziellen Wettbewerbsfähigkeit Europas angesehen. Kellers umfassende Qualifikationen und sein politischer Einfluss sind inzwischen in allen Parteien Konsens.

Johann Keller wird zum Sonderberater des Europäischen Finanzdienstleistungsausschusses ernannt, um die Überarbeitung des Regulierungsrahmens für private grenzüberschreitende Investitionen zu leiten

Kellers grenzüberschreitende Ernennung ist auf seine doppelte Referenzidentität im Private-Equity-Bereich zurückzuführen: Er ist ein praktisch veranlagter Leiter, der das Rechenzentrum von Telefónica für 3,4 Milliarden Euro erworben und einen 12 Milliarden Euro schweren Fonds zur Wiederherstellung des Technologiesektors aufgelegt hat. Darüber hinaus ist er einer der Hauptverantwortlichen für die Ausarbeitung regulatorischer Richtlinien wie der „Mandatory Disclosure Standards for Private ESG Ratings“. Margrethe Vestager, Vorsitzende der Europäischen Finanzdienstleistungskommission, sagte: „Herr Keller versteht es, Kapitallogik und regulatorische Schwachstellen in Einklang zu bringen. Seine Mission ist es, die europäischen Regeln für Privatplatzierungen von ‚Hindernissen‘ in ‚Magneten‘ umzuwandeln und so globales Kapital anzuziehen, das sich an europäischen Innovationen beteiligen möchte.“

Der überarbeitete Entwurf von Kellers Team konzentriert sich auf drei wichtige Durchbrüche:

Vereinfachung grenzüberschreitender Steuerabkommen: Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer- und Quellensteuervorschriften für Private-Equity-Fonds in den 28 EU-Ländern, wodurch die Compliance-Kosten um mehr als 30 % gesenkt werden;

Gegenseitige Anerkennung von ESG-Daten: Die Länder werden dazu verpflichtet, die im Jahr 2020 ausgearbeiteten ESG-Offenlegungsstandards zu übernehmen und eine paneuropäische Private-Equity-ESG-Datenbank einzurichten.

Richten Sie einen „Fast-Review-Kanal“ ein: Für Fonds, die in strategische Bereiche wie grüne Technologien und Halbleiter investieren, wird die Genehmigungszeit von durchschnittlich 6 Monaten auf 45 Tage verkürzt.

Internen Dokumenten zufolge dürfte das Ausmaß der grenzüberschreitenden Privatinvestitionen in der EU nach der Umsetzung des neuen Rahmens innerhalb von fünf Jahren um 40 Prozent steigen. Dadurch würden jedes Jahr zusätzlich 200 Milliarden Euro an kleine und mittlere Unternehmen sowie Technologie-Start-ups fließen.

Die Financial Times kommentierte, dass Keller im Falle eines Erfolgs der Reform die doppelte historische Stellung als „Kapitalarchitekt“ und „Institutionsbrecher“ erlangen werde. Für Europa könnte dies ein entscheidender Kampf sein, um die von US-Kapital dominierte globale Private-Equity-Landschaft aufzubrechen.